Geschichte Gut Groß-Winkelhausen

Winkelhausen hat seinen Namen wohl von seiner Lage in einem Winkel, einer engen Schlinge der Anger, die das Anwesen ehemals umschloss. Nach Art mittelalterlicher Wasserburgen war Winkelhausen früher einmal mit beträchtlichen Festungswerken, Wallgräben und sogar unterirdischen Gängen versehen.

In Kriegszeiten bot Winkelhausen den benachbarten Bauern Zuflucht für Sie, ihr Vieh und sonstige Habe. Erste Erwähnung findet der Rittersitz bereits imd 12. Jahrhundert - nach ihm nannten sich auch seine Eigentümer, die Ritter bzw. Grafen von Winkelhausen.

Im 17. Jahrhundert zerstörte ein großes Feuer Teile der Anlage. Aus dieser Zeit stammt der Torbogen (1668), auf welchem das zusammengeführte Wappen, der Grafen von Winkelhausen (Teerfackeleisen) und der Freiherren von Wachtendonk (Stern). abgebildet ist. 1665 heiratete Johanna Maria von Winkelhausen den Freiherrn Arnold von Wachtendonk, welcher nach dem Tod des Schwiegervaters 1667 nach Winkelhausen zog. Vor einigen Jahren wurde auf einem nahen Flurstück eine Gefäßscherbe mit dem Wappen gefunden. Wohl im Westerwald auf Bestellung angefertigt, könnte es sich um einen Hochzeitskrug für die Eheleute handeln. Johanna von Winkelhausen erbte Burg und Hof und die dazugehörigen Güter in Rahm und Großenbaum u.a. die Öl- und die Sandmühle.

1689, im Rahmen der Belagerung von Kaiserswerth, musste Freiherr von Wachtendonk eine brandenburgische Besetzung Winkelhausens von 100 Mann und 70 Reitern dulden. Die Beschädigungen durch die Belagerung wurden auf 16.481 Reichstaler geschätzt. 1734 vermachte Freiherr Phillip von Winkelhausen seiner Tochter Isabella Johanna die Burg. Sie heiratete Graf Edmund von Hatzfeld, damit verschwand der Name Winkelhausen, Schloss Kalkum und der Rittersitz gingen in den Besitz der Grafen von Hatzfeld über. Im Jahre 2001 Konte die Hofstelle von Familie Sonnen käuflich erworben werden.  Zu dieser Zeit wirtschaftete bereits die 3. Generation auf Gut Groß Winkelhausen.



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